reiki - und wie ich dazu kam


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23.09.2003

ja. es ist noch alles wie gestern. der himmel ist blau und die erde ist rund. und nein. es ist nichts mehr wie es gestern war. ;o) aber man sollte des verständnisses halber am anfang beginnen:

eine stunde vor meinem termin fing das herzklopfen an. irgendwie war ich schon unterwegs und ich hatte bammel, was mir die frau sagt, und ob sie einen schreck bekommt, wenn sie mich sieht *grins* ich bin kurz nach fünf aus dem job und hatte nach adam riese genug zeit, um pünktlich dort zu sein. es gab einen stau am anderen und ich dachte schon ernsthaft darüber nach, ob das eine art zeichen ist. ich beschloss, wenn ich es nicht pünktlich schaffen würde, dass ich dann anrufe und absage.

es ist genau auf den punkt 17:30 uhr, als ich mein auto abschließe. das nehme ich als gutes zeichen - ich bin also zur rechten zeit am rechten ort ... vor der haustür sind zwei kleine mädchen. sie schauen mich groß an, als ich klingele. der summer geht und ich tauche in einen dämmerigen hausflur. wo muss ich denn hin? eine etage? zwei etagen? weder noch - nur eine halbe treppe. wie sagt man dazu? hochparterre? sie steht schon an der tür und nimmt mich in empfang. einfach so - als wäre es nie anders gewesen und ich sie schon hundertmal besucht.

sie sieht der frau, die ich vom motorrad aus gesehen habe, sehr ähnlich, aber sie ist es nicht. jacke, tasche und schuhe kann ich an einer kleinen garderobe lassen. sie schenkt mir tee in einen IKEA "bang"-becher und wir sitzen in zwei IKEA kimsta-schwingsesseln :o) in einem sonst leeren raum. es gibt nur noch eine kleine stehlampe, die aussieht wie die schuhspitze vom kleinen muck und einen einfachen esstisch an der gegenüberliegenden wand. es ist hell und freundlich. daran ändert auch der recht dunkle rote teppichboden nichts. ich plappere die nervosität weg mit einer kimsta-sessel-geschichte von einem kater, der erst die hellen bezüge zerkratzte und dann auf den neuen dunklen bezügen sein fell hinterließ.

sie nutzt meine redepause und fragt mich ganz direkt, was ich den wissen möchte. ich hole tief tief luft und habe keine ahnung, wo ich anfangen soll und die ersten beiden worte sind nicht die richtigen und dann fange ich einfach in meiner kindheit an. meine eltern haben mich ganz durch und durch wissenschaftlich-fundiert erzogen. sie haben zwar nie behauptet, dass es nichts anderes zwischen himmel und erde gibt, aber dass ausgerechnet ihre tochter nun so anders sein muss war nicht wirklich okay. mein papa sagte mir schon im zarten kinderalter, dass ich meine esoterische ader nicht verleugnen kann. sie konnten aber nie was damit anfangen. in den letzen zweieinhalb jahren veränderte sich irgendwas. ich kann dinge sehen und fühlen, die andere menschen nicht wahrnehmen. ich habe dieses stirnbrennen, was immer mit einer großen sensibilität einhergeht. ich träume dinge, die wahr werden und habe es schon fertig gebracht dinge zu sehen, die andere menschen dachten. ich unternehme astralreisen und lege karten. ich kann mit meinen händen energie sammeln und weitergeben und lauter solche sachen. es ist mir unheimlich und ich habe keine ahnung, was es ist. ich bin nur irgendwie anders als andere...

sie sieht mich an und sagt etwas, was das gefühl vermittelt "klar - du bist eine von denen/uns". also sie erklärt mir, dass das brennen auf meiner stirn das dritte auge ist. manche menschen sind in der lage, dadurch etwas zu sehen. das ist dann kein sehen mehr mit dem auge, sondern sehen/fühlen im kopf. darum muss ich mir also keine sorgen machen. das wäre schon okay. wenn ich solche engeriesachen mache, solle ich aber darauf achten, dass ich die kanäle dann auch wieder schließe. licht zieht schatten an und sicher sind im moment schon wieder ganz viele feinstoffliche wesen hier ins zimmer gekommen, weil sie erleben, wie wir beide energie abgeben und darüber reden und auch kanäle "nach oben" haben. wenn man aber immer alles aufnimmt platzt man irgendwann.

sie sagt, sie schaut nur dann nach auren oder feinstofflichen wesen (engel, elfen, geister - wie auch immer), wenn sie das gefühl hat, dass sie angedockt wird. dann verbittet sie sich das. die geister sollen sich ruhig selber in einen anhebungsprozess begeben und sich nicht einfach von ihr mitnehmen lassen und ihre energie saugen. und sie lacht ein wenig und sagt "weißte was lustig ist? die können überall langgehen, aber wenn einer angedockt war und ich ihn weggeschickt habe, dann steht er vor dem fesnter und wenn ich es öffne und sage 'nun aber los!' dann fliegen sie da hinaus. immer durchs geöffnete fenster."

sie erzählt mir auch, dass reiki eine besondere art der meditation ist, bei der man eine verbindung "nach oben" schafft und von dort energien empfängt, die man dann weitergeben kann. unter anderem zu heilzwecken. eine wichtigere komponente ist aber velleicht das erkennen von zusammenhängen. ja genau - so etwas wie die matrix. das große ganze eben. sie erzählt mir, dass sich unsere erde gerade in einem prozess des anhebens befindet und malt mir auf, wie sich unsere planeten um die sonne und unsere galaxien um eine zentralsonne drehen in elyptischen bahnen. sie berichtet von zeitaltern. jesus hat das zeitalter der fische eingeleitet und jetzt gehen wir ins wassermannzeitalter. die zeitalter durchlaufen die tierkreiszeichen in umgekehrter reihenfolge wie wir unsere sternzeichen kennen.

während sie redet muss ich die ganze zeit gebannt auf ihre aura starren. träume ich? also ich meine - ich kann doch gar nicht aura-sehen. woher auch? liegt es daran, dass dieses zimmer voller energie ist? liegt es daran, dass sie reikimeisterin ist und demzufolge über mehr energie verfügt, als andere menschen? ich weiß es nicht. aber was ich da sehe geht nicht weg.

sie erzählt mir von kindern, die feinfühlig sind und je nachdem in welchem zyklus des zeitalters sie geboren werden, haben sie besondere eigenschaften. es gibt die wissenschaftlichen kinder, die musischen und die, die jetzt geboren werden sind friedensstifter. bei den wissenschaftlichen und musischen kindern musste ich sofort an meine beiden denken. weiter erzählt sie, dass kinder eine bessere unverstopfte ader zu feinstofflichen dingen haben (mein reden!) und unter umständen je nach veranlagung bestimmte dinge in ihren familien managen.

dadurch, dass wir uns mitsamt mutter erde in einem anhebungsprozess befinden ist es normal, dass immer mehr menschen immer mehr dinge wahrnehmen. während sich die menschen früher mehr mit glauben, dann mehr mit wissen und heute mehr mit fühlen beschäftigen entstehen auch mehr wahrnehmbare dimensionen. nein halt. sie entstehen nicht. es gab sie schon, aber wir erschliessen sie uns erst jetzt.

früher sind die menschen erst nach dem tod in die nächste dimension übergegangen. heute haben wir tausend helfer für den alltag und mehr zeit und gelegenheit anderes zu tun, als den acker zu bestellen und essen zu jagen. (klingt mir logisch) die licht-energie, zu der wir aufsteigen kommt von anderen wesen (hab ich das jetzt so richtig wiedergegeben?), die uns ein stück entgegenkommen, oder besser gesagt die hand reichen.

sie erzählt von ihren erfahrungen beim meditieren und sie ist mir unheimlich sympathisch, als sie erklärt, dass sie manchmal von diesen erfahrungen echt "überrollt" wird und am liebsten dem universum sagen würde "halt mal, ich hab das letzte ja noch gar nicht richtig verdaut!" da gehts ihr so wie mir, wenn ich all diese dinge erlebe.

sie hört plötzlich auf zu reden, steht auf und holt tee und fragt mich, was ich beruflich mache. ich sortiere erst mal alle gedanken. was mach ich denn eigentlich?? kurzabriss: uhrmacher, bankkauffrau, bausparkasse, vertragsbetreuung, marketingabteilung, internet. mein fazit: dieser job ist nicht alles, was ich mir wünsche, aber er gibt mir die sicherheit, die ich mir für mich und meine kinder erhoffe. sollte eines tages die sicherheit nicht mehr das vorrangige sein, werde ich 'mit sicherheit' etwas anderes tun.

sie setzt sich, wir haben frischen tee in den tassen und sie sieht mich an. ich hoffe, ich hab mich nicht an sie angedockt, als sie geredet hat und sie hat deswegen nach etwas unverfänglichem gefragt. wenn ich doch nur mehr ahnung hätte, von dem was ich tue! aber scheinbar hab ich das nicht getan, denn sie berichtet, was sie sieht:
"ich habe den eindruck, dass du hier ganz klar, ganz präsent bist und das, was ich an informationen bekomme, sagt mir, dass dir wohl große änderungen bevorstehen. es scheint, als warte eine große aufgabe auf dich. außerdem scheinst du eine art silbrige kraft neben dir zu haben, die dich begleitet und beschützt."

ui ui ui. das ist ne ganze menge stoff, an dem ich erstmal kauen muss. ich kann gar nichts richtiges dazu sagen. mir fällt die drachenkönigin ein - schneeweiszlig;/silbrig... sie fragt mich, was ich denn mit reiki möchte. ich sage ihr die wahrheit - ich habe keine ahnung! *grins* ich sage ihr, dass ich hier bin, um zu sehen, ob wir uns sympathisch sind. ob es bei reiki tatsächlich antworten auf meine fragen gibt und erst dann würde ich darüber nachdenken, ob ich eine reiki-einweihung möchte. das findet sie gut. es muss immer aus einem selbst kommen.

sie sagt, ein solcher schritt sollte gut überlegt sein, denn wenn man erstmal was sieht, dann sieht man ALLES. nicht nur das rosa und das grün und himmelblau, sondern auch alles dunkle, was da so rumschwirrt. man muss mit beiden beinen einen festen stand haben und wissen, wie man sich abschottet. ich kann ihr nur zustimmen. genau das ist meine angst. in dem matrix-film hat man die wahl, die blaue pille zum vergessen zu schlucken, oder die rote, um dabei zu bleiben. diese wahl habe ich hier nicht. sie legt ihren kopf ein wenig schief und sagt "vieleicht ist es so, dass du dich im letzten leben verpflichtet hast, hier in diesem leben eine art lehrer für andere zu sein?" (das würde dann vielleicht erklären, warum ich so eine art afinität dazu habe.) weiter sagt sie "ich nehme an, dass eine reiki-einweihung bei dir viel mehr und schneller wirkt als bei anderen. es könnte sein, dass es sich verhält als würde man vorhandenes einfach nur wiederbeleben"

schluck. hülfe hülfe. es bestätigt viele dinge, die ich als kind und junges mädchen so gefühlt habe. sowas wie "ich hab hier auf der erde ne große aufgabe. mein ziel muss es also sein, diese aufgabe zu finden." ist sie das hier? ich weiß in dem moment, wo ich ihr da gegenübersitze schon, dass ich eine reiki-einweihung haben möchte. trotzdem sage ich ihr sozusagen sicherheitshalber, dass ich nochmal drüber schlafen will.

unsere zeit ist quasi abgelaufen. ich muss zum tanzen und ihre nächste verabredung kommt schon. sie erzählt mir noch schnell, dass es eine art erfahrungsaustausch geben wird. ich soll ruhig kommen, wenn ich mag und mir das ansehen. "wollen wir vielleicht noch mal einen termin machen?" fragt sie und ich bin auf jeden fall dafür. sie möchte mir dann was über die einweihung an sich erzählen, damit ich mir ein besseres bild machen kann. beim verabschieden bedanke ich mich ganz herzlich bei ihr. mir ist jetzt klar, dass ich nicht unnormal oder schlimm bin. das sage ich ihr. sie lächelt und meint nur "du bist jetzt auch ein bisschen runtergekommen, wa? als du hier vorhin reinkamst warst du so weit oben (sie zeigt mit der hand eine stelle unter der decke) und ich dachte so 'hülfe' wo ist die denn?" ich sage ihr, dass ich sooooo aufgeregt war und es jetzt aber schon viel besser ist.

auf dem weg nach hause ist mir einiges klarer. ja. ich will die einweihung. ja. ich bin normal. ja. es gibt noch mehr von meiner sorte! beim nächsten mal werde ich sie bitten, mir zu zeigen, wie man sich abschottet und alles zumacht, was man vorher öffnet. ich will erst bremsen können, bevor ich fahren lerne. ich werde sie fragen, was das überhaupt kostet. ich möchte wissen, ob sie auch rückführungsseminare macht und ob ich das besser vor oder nach der einweihung tun soll. denn dass ich sowas machen will weiß ich schon, seit ich gehört habe, dass es so etwas gibt. ich möchte wissen, wie man im hier einen festen stand hat, damit einem die neuen erfahrungen nicht die beine weghauen und ich will wissen, was mir blüht, wenn ich mich von altem trenne. ich habe gelesen, dass es bei vielen "frischeingeweihten" drei wochen mit echten "entzugserscheinungen" gibt. wie soll ich das überstehen - ich muss mich doch auch um meine kinder kümmern. ist es wirklich schlimm, oder erträglich? lauter solche dinge.

tja und jetzt hab ich noch drei/vier paar wochen, um meine koffer zu packen und ein paar dinge aufzuräumen.

*hinsetzundlufthol*

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